SWR 1 Anstösse: der Emmausweg

Quelle: kirche-im-swr.de/sendung=4

  ich Bitte meine Frau und Ihre Katz um eine Stellungnahme, immerhin komtt darin ne maus vor, oda !?  Emmausweg

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Auszug:

Laufend gewinnt das WIR! Ich habe mir in den letzten Jahren angewöhnt, Leute, die entweder über ihr Glück oder ihr Unglück mit mir sprechen wollen, zum Spazierengehen einzuladen. Ich nenn das gerne einen „Emmausweg“, weil mir die biblische Geschichte von den Jüngern, die nach Emmaus zusammen gehen, so gut gefällt. Die haben gerade die Enttäuschung ihres Lebens zu verkraften.

Ihr großer Held Jesus ist dramatisch gescheitert. Sein Tod am Kreuz ist ein harter Schlag für sie, weil sie gehofft hatten, dass er der Messias ist, der das Reich Gottes auf Erden schafft. Und nun hatten sie ihn sterben sehen.  Ihre ganze Aufmerksamkeit war auf das Grab gerichtet.  Und dass dieses Grab leer sein sollte, dass Jesus auferstanden sein könnte,  das konnten sie nicht glauben. Wer so in die Trauer fällt, wie sie, der sieht schwarz, findet alles zum Davonlaufen. Aber sie gehen nicht allein. Immerhin! So viel haben sie von Jesus noch behalten.  Zu zweit starten sie ihren Trauerlauf.  Und weil Trauer einigermaßen blind macht, sehen sie auch den Fremden nicht wirklich, der sich ihnen unterwegs zugesellt. Schon gar nicht sehen sie ihn als den, der er ist.  Aber als er nachfragt und sich nach Ihrem Befinden erkundigt, da nehmen sie das Angebot zu Sprechen gerne an.  Wer trauert, muss reden! Das geht am Besten unterwegs. Alles darf raus: Enttäuschung, Wut, Empörung, schwerer Mut und bange Sorge, selige Mühe und zartes Hoffen.  Und es kann auch Neues ins Spiel gebracht werden.  Sinn in den Unsinn kommen.  Auch wenn es vorerst noch ganz verrückt macht. Am Ziel setzen sie sich zusammen und essen.  Und gerade als ihnen die Augen aufgehen und sie Jesus erkennen, da entschwindet er und  bringt sie damit dazu,  selbständig  zurück zu gehen ins Leben nach Jerusalem, wo die anderen schon auf sie warten. Machen Sie doch auch einmal einen Spaziergang mit einem Menschen, mit dem sie teilen können, Freude und Leid.  Einmal Emmaus und zurück. Und sie werden sehen: WIR gewinnt!

 

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